Presse


2. Aug. 2017 - Bergisches Handelsblatt

12 Künstler setzen Zeichen

Wanderausstellung in Kürten eröffnet

BHB 02.08.2017, Bericht: Elisabeth van Langen,                                               Foto: Jürgen Schmidt

Kürten (kli). Die Bergischen ARTler, eine Künst-
lervereinigung aus der Region,  eröffnete jetzt

eine Wanderausstellung am Gemeindehaus in
Kürten.
12 sehr unterschiedliche Künstler aus den ver-
schiedensten Bereichen der Kunst, wie Malerei,
Bildhauerei, Komponist, Autor usw., setzten Zei-
chen. Es waren viele bekannte Namen dabei. So
unter anderem  Michael Flossbach,  Maria
Schätzmüller, Carolina Alonso, Edith Bartha
Rainer Rauen, Elisabeth van Langen, Jenniver

Flossbach, um nur einige zu nennen. Der Kür-
tener Bürgermeister Willi Heider eröffnete die
Ausstellung.   
Wer sehen möchte, welche Zeichen die Zeichen-
setzer gesetzt haben, der ist täglich zwischen 9
und 19 Uhr gern gesehen am Pavillon vor dem
Bürgerhaus Kürten. Drei Wochen werden die
spannenden Kunstwerke, die wachrütteln, nach-
denklich machen und manchmal auch provozie-
ren, in Kürten bleiben, bevor es in die Welt hin-
aus geht.                          Foto: Jürgen Schmidt



1. Aug. 17 - Harmonie unter dem Pavillon

Die Künstlergemeinschaft Art-ler zeigt Arbeiten an einem ungewöhnlichen Kunst-Ort

von Claus Boelen-Theile

An einen fast vergessenen Ort, im Pavillon am Bürgerhaus, eröffneten die Art-ler ihre gemeinsame Ausstellung. Den Kreativen geht es auch um Völkerverständigung und Frieden, ihre Arbeiten sollen zum Nachdenken anregen.                                                           Foto: Christopher Arlinghaus

Harmonie unter dem Pavillon

Die Künstlergemeinschaft Art-ler zeigt Arbeiten an einem ungewöhnlichen Kunst-Ort

Von Claus Boelen-Theile

 

Kürten.

"Freude, Freude!", ruft Michael Flossbach über den Stockhausen-Platz. Wenig später ertönt "Ode an die Freude" aus einem Lautsprecher. Die Stimmung unter den Kunstschaffenden, die sich hier eingefunden haben, ist feierlich. Die Art-ler sind es, eine Künstlergemeinschaft aus dem Bergischen, die unter freiem Himmel mit ihren Kunstwerken ein "Zeichen setzen", eines für Frieden, für Harmonie, Völkerverständigung, Freiheit und Toleranz.

     13 Künstler, 13 Werke gilt es zu entdecken an einem ungewöhnlichen Kunst-Ort: Gezeigt werden die kreativen Ergebnisse unter dem Pavillon am Bürgerhaus. Das kleine Rondell liegt etwas versteckt und ist seit vielen Jahren

funktionslos, vielen Kürtenern wird es sicher gar kein Begriff sein. "Im Rathaus fanden wir die Ausstellung einfach nicht passend", erklärt Flossbach, der den Open-Air-Ausstellungsplatz gemeinsam mit der kommunalen Organisatorin Anita Waier-Breidenbach vorbereitete. Das Rathaus-Foyer biete nicht den benötigten Platz für die Kunstwerke, der Pavillon schon. Weil die alte, blaue Überdachung des Pavillons nicht mehr zu gebrauchen war, fertigte Jenniver Flossbach einen neuen Regenschutz an. Die Raiffeisenbank Kürten-Odenthal unterstütze die Anschaffung finanziell.

  Zur Präsentation schauten die kreativen Köpfe gerne vorbei. Carolina Alonso als Mitplanerin, Edith Bartha, Jenniver und Michael Flossbach, Barbara Gorel, Elisabeth van Langen,

Rober Mertin, Daniela Mittweg, Ingo Platte, Rainer Rauen, Margrit Schneider, Markus Schönewolf und Maria Schätzmüller-Lukas beteiligen sich an der Schau.

 

Überraschend und individuell

Ihre Herangehensweise:

 

 

individuell, überraschend. So hat Komponist Markus Schönewolf eine alte Tuba als Blickpunkt inszeniert, Musik wird bei ihm zur universellen Sprache. Carolina Alonso stellt eine weibliche Freiheitsstatue vor, Michael Flossbach und Maria Schätzmüller-Lukas erinnern in ihrem Gemeinschaftswerk an die Schriften der großen Friedensstifter. Vorgaben gab es keine für die Kunstschaffenden, nur den Wunsch, ein Zeichen zu setzen. Mit schwarzem Stoff eingehüllt

sind die Kunstwerke, auf die der Betrachter unvermittelt trifft. Drei Wochen lang, bis Mitte August bleibt die Kunst in Kürten. Anschließend sollen die Werke auf Wanderschaft in die Nachbarkommunen gehen.

 

 

Die Neubelebung des Pavillons erfreut auch Kürtens Bürgermeister Willi Heider. In der Tat sei lange Jahre nichts an dieser Stelle geschehen, bestätigt er. Die Idee, die Fläche wieder zum Stockhausen-Platz zu öffnen, sei ja bei der jüngsten Umgestaltung der Gesamtfläche diskutiert worden. Die Vision, aus dem Leitbild und aus der Bürgeragentur gespeist, könnte bei finanzieller Förderung noch umgesetzt werden. Zunächst aber gelte es, den Art-lern für die Wiederentdeckung des Platzes zu danken.


Bericht von Claus Boelen-Theile - KSTA vom 1. August 2017 - Seite 34, Foto: Christopher Arlinghaus